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Tanja Hekeler
Digital Branding | UX/UI Design
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Zukunft gestalten. Wissen teilen.

Mit Look and Feel.digital habe ich mich 2023 für mehr Beinfreiheit entschieden und als freie Kreativ-Strategin und Trainerin für digitales Branding & UI/UX-Design neu positioniert. Ich begleite Unternehmen dabei, digitale Produkte zu entwickeln, die erkennbar, nutzerzentriert und strategisch zu Ende gedacht sind.

Mich interessiert nicht die nächste Vorlage und auch nicht die größte Reichweite. Mich interessiert, wo und wonach Kund:innen wirklich suchen – und wie sich das in Design, Kommunikation und digitalen Produkten übersetzen lässt.

Ich begleite Unternehmen dabei, digitale Produkte und Marken zu entwickeln, die klar positioniert, nutzerzentriert und individuell sind. KI kann Prozesse beschleunigen – aber keine Persönlichkeit ersetzen. Oder anders gesagt: Die Richtigen machen glücklich. Nicht die meisten.

Ein Akademie-Konzept, das Schule machte

Die deventhos Akademie startete mit Präsenzseminaren – und wuchs rasant. Schon bald zogen wir in eigene Räume, die schnell wieder zu klein wurden. Innerhalb kürzester Zeit entwickelten wir uns zur größten Akademie für Ernährungsberatung und ganzheitliche Gesundheit in München – vielleicht sogar deutschlandweit.

Unser Ausbildungs-Angebot reichte von Ernährungsberatung und ganzheitlicher Gesundheit über Naturheilkunde, Stressmanagement und Coaching bis hin zu Prävention und Gesundheitsförderung. Später kamen E-Learning-Formate, Onlinekurse, Prüfungen und ein eigenes Kursbuchungssystem hinzu.

Ich verantwortete den gesamten Bereich Corporate Design, Website und Marketing sowie die Entwicklung neuer Geschäftsfelder – und konnte mir dadurch wertvolles Branchenwissen in der digitalen Fort- und Weiterbildung erarbeiten.

Doris Schmalhofer, meine Mitgründerin, war das operative Herz der deventhos-Akademie. Sie kümmerte sich um die Dozenten, gestaltete die Inhalte der Schulungen, war erste Ansprechpartnerin für Interessenten und sorgte für die Qualität des laufenden Betriebs. Gemeinsam führten wir die Akademie als geschäftsführende Gesellschafterinnen.

Im Mai 2018 verstarb Doris Schmalhofer völlig unerwartet. Für mich war das der Moment, die Akademie in andere Hände zu legen. Nach Jahren intensiven Aufbaus brauchte ich Abstand – und an diesem Punkt endete mein Weg mit deventhos und der Akademie.


Resilienz statt Resignation – was für ein Ritt.

2008 hatte ich meinen zweiten großen Startup-Moment: Gemeinsam mit der Psychotherapeutin Doris Schmalhofer gründete ich die deventhos GmbH. Unsere Idee: ein Gesundheitsportal für Psychotherapie, Coaching mit Onlineberatung – per Chat, Telefon oder Video. Heute Standard, damals visionär

Meine Aufgabe: Corporate Design, Portal-Entwicklung, Markenführung und Marketing. Doris baute das Berater-Netzwerk auf. Das Ganze lief neben meiner Agentur E604 – ein echter Spagat: doppelte Belastung, aber auch volle Power im Hintergrund.

Wir gingen volles Risiko, nahmen einen hohen Kredit auf und glaubten fest an die Idee. Doch die Zeit war in vielerlei Hinsicht nicht reif: Viele Therapeuten konnten noch nichts mit digitaler Beratung anfangen, dazu kamen technische und rechtliche Hürden. Das Portal scheiterte – und die Schulden blieben.

Genau diese Erfahrung macht mich heute für Startups als Sparringspartnerin authentisch und wertvoll. Ich weiß, wie sich Euphorie, Zweifel und Druck anfühlen – auch das Scheitern und: das wieder Aufstehen! Aus Rückschlägen kann Erfolg wachsen. Resilienz ist entscheidend, Ideen sind das Kapital – und dranbleiben ist die eigentliche Kunst. In unserem Fall entstand daraus die deventhos Akademie, die sich in wenigen Jahren als sehr erfolgreich erwies.

21 Jahre. No Bullshit. Just Full Service.

Mit einem Aldi-Rechner im Schlafzimmer startete ich die E604 Werbeagentur – und von Anfang an lief es richtig gut. Schnell wurde E604 zum Geheimtipp für alle, die über sich hinauswachsen wollten.  Ob Corporate und Editorial Design (Magazine) über Werbekampagnen bis hin zu Websites und Social Media. Mein Anspruch war klar: Full Service mit Herzblut, die Qualität großer Agenturen, aber zugeschnitten auf kleine und mittlere Kunden, fair und flexibel. Aus klein und mittel wurde aber nichts!

Schon bald zog ich mit Kollegen in eigene Räume in München-Neuhausen und betreute Kunden wie das Business Traveller Magazin, das Allianz Kundenmagazin, TUI, Lufthansa, Flughafen München, Messe München, Fujifilm sowie zahlreiche Verlage und eine bunte Schar an Solopreneuren vertrauten uns ihre Projekte an. Besonders wichtig war mir nach wie vor die Arbeit für Kunden mit wenig Budget, aber großer Aufgabe – etwa für die Münchner Aidshilfe oder die Lebenshilfe München.

E wie Empathie, 6 wie der Gründungsmonat Juni, 0 wie null Ahnung, ob das klappt – und 4 wie die vierte Dimension. Über den Tellerrand hinausdenken, Zeit und Kontext mitgestalten – und bis heute mein Anspruch.

Nach München zur Champions League

Nach Jahren im kreativen Freiflug wollte ich es wissen: Kann ich mit den Besten mithalten? Mit meinen bayerischen Wurzeln und einer guten Portion Abenteuerlust zog es mich aus der Stuttgarter Provinz nach München – direkt zu Heller & Partner, einer der größten inhabergeführten Agenturen mit damals 140 Leuten, eine echte Agenturmaschine! Eigentlich als Art Director geholt, wurde ich mit knapp 30 Jahren zum Kreativdirektor befördert und durfte die Abteilung für Dialogkommunikation und Kreation führen. Das waren drei intensive Jahre im Who’s Who der Kunden: BMW, Mini, BayWa, Süd Chemie, Avery Zweckform, Bayerische Landesbank, Ericsson … und viele mehr.

Es war eine aufregende Zeit, die mich an meine Grenzen brachte, aber auch meinen Horizont sprengte. Hier lernte ich das große 1×1 des Kommunikations-Designs, strategischen Marketings sowie das kaufmännische Handwerkszeug, das ich später in meiner eigenen Agentur brauchte – und vor allem das Selbstvertrauen, es auch wirklich zu tun.

Während meiner Zeit bei Heller & Partner entstand außerdem ein starkes Netzwerk, das bis heute trägt. Viele ehemalige Kollegen oder Ansprechpartner sind inzwischen selbst ihren Weg in die Selbstständigkeit gegangen – alles absolute Profis und Spezialisten aus allen Disziplinen. Mit ihnen arbeite ich bis heute vertrauensvoll zusammen und konnte so in meiner eigenen Agentur immer Full Service anbieten, ohne große Agentursstrukturen aufbauen zu müssen.

Mut – auch zur Lücke!

Mit Teja Banzhaf als Chef – Journalist, Visionär, Freigeist – war der „Zeitungsdienst SüdWest“ ein einziges Dauer-Experiment mit Startup-Feeling. Jeden Monat ein neues Magazin, jede Woche eine neue Idee: von Kulturprojekten und Infografiken bis hin zu digitalen Bestellplattformen (lange vor ihrer Zeit). Als Artdirektor mit eigener, kleiner Grafikabteilung durfte ich ganze Magazine gestalten, Wahlen begleiten und meine erste Internetseite (für die Trienale!) bauen. Teja hat mich geprägt wie kaum jemand: unkonventionelles Führen, Mut zum Neudenken, Scheitern als Teil des Spiels – und immer Freude an der Arbeit. Ihm verdanke ich sehr viel.

Diese Zeit hat den Grundstein für meine Liebe zu digitalen Medien gelegt. Webseiten, technische Projekte, neue Ideen in Verbindung mit Design und Marketingwissen – all das hat mich seither nicht mehr losgelassen. Hier habe ich mein Handwerk gelernt, die Begeisterung entdeckt und mir den Mut und die Neugier bewahrt, die mich bis heute antreiben. Danke Teja.

Talent schlägt Vernunft

Eigentlich sollte es nur ein Pflichtpraktikum fürs Designstudium werden. Sechs Monate später überredete mich mein Chef, das Studium doch sausen zu lassen – und stellte mich als Junior Designerin in seiner Full-Service-Werbeagentur ein. Meine Eltern fanden’s weniger großartig. Ich schon. Denn ich hatte plötzlich große Namen auf dem Tisch: Kärcher, Stihl, Mercedes. Schwerpunkt: Fotografie, Erscheinungsbilder, Werbekampagnen. Photoshop? Nope. Wir zeichneten Layouts per Hand und Kopiere, putzten Objekte für Shootings und arbeiteten mit Tipp-Ex statt Undo. Klingt verrückt – und war die beste Schule fürs Entwerfen. Da lernte ich – teils mit Blasen an den Fingern: Erst denken, dann umsetzen.

 

Talent schlägt Vernunft

Eigentlich sollte es nur ein Pflichtpraktikum fürs Designstudium werden. Sechs Monate später überredete mich mein Chef, das Studium doch sausen zu lassen – und stellte mich kurzer Hand gleich als Junior Designerin in seiner Full-Service-Werbeagentur ein. Meine Eltern fanden’s weniger großartig. Ich schon. Denn ich hatte plötzlich große Namen auf dem Tisch: Kärcher, Stihl, Mercedes. Schwerpunkt: Fotografie, Erscheinungsbilder, Werbekampagnen. Photoshop? Nope. Wir zeichneten Broschüren-Layouts per Hand und Kopierer, putzten stundenlang Maschinen für Shootings und arbeiteten mit Tipp-Ex statt Undo. Klingt verrückt – und war doch die beste Schule fürs kreative und zielgenaue Entwerfen. Da lernte ich – teils mit Blasen an den Fingern: Erst denken, dann umsetzen.